Sylvie Marchand / Frankreich

Stipendium von August bis September 2019

Vita

Die promovierte Ethnologin, Filmemacherin und Multimediakünstlerin beschäftigt sich in ihrer Kunst mit “relationaler Ökologie”, d.h. sie untersucht die Verbindungen zwischen Mensch und Natur bzw. erforscht die Wurzeln der Kunst im Ritual. Sylvie Marchand hat viele Kunstprojekte mit indigenen Künstler*innen aus Südamerika und Asien entwickelt. Seit 2010 ist sie regelmäßig bei den Zeremonien der Tarahumara oder Rarámuri (so die Eigenbezeichnung) in Mexico dabei und filmt diese als Teil ihrer performativen Installation „Continent Rouge“. Dieses polyphone, digitale Kunstprojekt verbindet französische, mexikanische und vorkolumbianische Kulturen, indem es sich auf die Spuren des französischen Theaterautors Antonin Artaud durch die Sierra Tarahumara (1936) begibt und über das Projekt "Voz Láctea" den Reichtum zeitgenössischer Rarámuri-Lyrik vermittelt, die in Europa praktisch unbekannt ist. Bei ihrem Aufenthalt in der Villa Waldberta 2019 wird sie – zusammen mit Lionel Camburet und Lelio Moehr – ihren Dokumentarfilm über ihre Arbeit in Mexico, insbesondere über die Begegnung mit den Tarahumara-Dichtern Elvira und Erasmo Palma, fertigstellen und im Rahmen des KNOT Festivals in München präsentieren.



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Sylvie Marchand / Frankreich
Film / Video

Sylvie Marchand und Claudia Urrutia waren 2018 im Rahmen des Magdalena Festivals einen Monat zu Gast in der Villa Waldberta. Sie kommen nun ein weiteres Mal mit dem Kollektiv Gigacircus und werden beim KNOT Festival im September die Ergebnisse ihrer Arbeit „Voz Láctea“ - Magdalena Tarahumara zeigen. Weitere Infos finden Sie unter hier http://www.magdalenamuenchen.de/knot-2019/