Sainkho Namchylak / Mongolei

Granted from August until September 2013

Vita

Sainkho Namtchylak, Jahrgang 1957 stammt aus der autonomen russischen Republik Tuwa. Ihre Großeltern waren Nomaden und dadurch kam Namtchylak schon in jungen Jahren in Kontakt mit dem traditionellen Kehlkopf-Obergesang der Turkvölker Südsibiriens. Von ihrer Großmutter lernte sie viele traditionelle Lieder, bevor sie 1975 eine Ausbildung an der Musikhochschule in Kyzyl begann, die sie ab 1981 in Moskau fortsetzte. I 1988 schloß sie ihre Studien ab mit einer Arbeit über die Gesangsstile in der rituellen Musik Sibiriens. Als Mitglied verschiedener Musikgruppen war Namtchylak in vielen Ländern Europas, Asiens und Amerikas auf Tournee, bevor sie sich ab 1991 für einige Jahre in Wien nieder ließ. Seit dieser Zeit wendete sie sich vermehrt dem musikalisches Crossover zu, indem sie die traditionelle sibirische Musik mit westlichen Musikstilen wie freiem Jazz und Pop kombinierte. Darauf basierend spielte Namtchylak Alben wie Naked Spirit (Preis der deutschen Schallplattenkritik in der Kategorie Folklore/Worldmusik) oder Who Stole the Sky (World Music Award of BBC3, 2005) ein.

In den letzten Jahren wandte Namtchylak sich außerdem vermehrt der bildenden Kunst und der Lyrik zu, hat u.a. an der Wiener Schule für Dichtung gelehrt. Namtchylak arbeitet avantgardistisch an der Grenze von Sprache und Gesang, Dichtung und Musik.


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Sainkho Namchylak / Mongolei
Music / Sound

Für ihre voice & sound-Projekte wurde sie auf Vorschlag von Augusta Laar in die Villa Waldberta eingeladen.