Amir Valle / Kuba

Granted in July 2012

Vita

Die Strukturen der Macht in Kuba, die Begierden und Begehrlichkeiten, die Menschen korrumpieren und zu Mitläufern und Tätern machen, sind vorrangige Themen von Amir Valle. Er arbeitete für zahlreiche elektronische und Printzeitschriften als Literaturredakteur und erhielt mehrere nationale und internationale Literaturpreise, u.a. zweimal (2000 und 2003) die Llama Doble für erotische Romane. Die Verbindungen des 1967 in Guantánamo / Kuba geborenen Schriftstellers  zu kubanischen Dissidenten und seine Weigerung, die kulturellen und politischen Forderungen der Regierung zu bedienen, führten schließlich dazu, dass das kubanische Kulturministerium ein generelles Verbot der Zusammenarbeit mit ihm aussprach und weitere Repressalien beschloss. Bis 2005 lebte und arbeitete er in Havanna und recherchierte zehn Jahre lang die Nachtseiten der Stadt, dann wurden seine Beschreibungen der kubanischen Wirklichkeit nicht mehr gedruckt. Nach einem längeren Aufenthalt in Spanien wurde ihm die Wiedereinreise verwehrt.
Auf deutsch sind eine ganze Reihe von Krimis von ihm erschienen, zuletzt Freistatt der Schatten (2006), als Sachbuch machte er mit Habana Babilonia: Prostitution in Kuba. (2008) von sich reden.


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Amir Valle / Kuba
Literatur

Der Exilschriftsteller war Teil des Programms „writers in exile“, das vom PEN-Zentrum Deutschland, gemeinsam mit dem Staatsministerium für Kultur, ins Leben gerufen wurde. Ihnen wurde mit der Veranstaltungsreihe „Sprache / Heimat / Exil“ vom Juni / im Juli 2012 ein Forum geboten, sich und die Problematik ihrer Herkunftsländer der Öffentlichkeit zu präsentieren, unterstützt von Länderexperten und Personen des öffentlichen Lebens, die sich für Menschenrechte und Meinungsfreiheit engagieren.