Najem Wali / Irak

Granted from October until December 2011

Vita

Najem Wali wurde 1956 in Basra / Irak geboren und erlitt als Regierungsgegner Haft und Folter. 1980, nach Ausbruch des Iran / Irak-Krieges, ist er nach Europa emigriert, studierte deutsche und spanische Literatur in Hamburg und Madrid. Er lebt heute als Schriftsteller und Kulturkorrespondent der arabischen Zeitung ›Al-Hayat‹ in Berlin. 2004, nach über 20 Jahren Emigration, kehrte er erstmals wieder zurück in seine Heimat, um seine Familie zu sehen.
Wali ist die Stimme des aufgeklärten Irak in Deutschland. Sein Denken und Wirken zielt auf Verständigung und friedlicher Koexistenz zwischen westlicher und arabischer Welt. Immer wieder hat er deshalb auch für verschiedene überregionale Zeitungen (Süddeutsche Zeitung, Die Zeit, Neue Züricher Zeitung) Essays und Artikel geschrieben. Seine letzten Romane und Reportagen sind alle im Münchner Hanser-Verlag erschienen: Die Reise nach Tell al-Lahm (2004), Jussifs Gesichter. Roman aus der Mekka-Bar (2008) und Reise in das Herz des Feindes. "Ein Iraker in Israel" erschein 2009.

2011 erschien "Der Engel des Südens", in dem Wali sich mit seiner Rückkehr in den Irak beschäftigt.


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Najem Wali / Irak
Literatur

Najem Wali war im Frühjahr 2011 zusammen mit dem renommierten Germanisten Fuad Rifka aus dem Libanon eingeladen, weil die beiden arabisch sprachigen Schriftsteller ein gemeinsames Literaturprojekt verwirklichen wollten. Fuad Rifka mußte seine Zusage jedoch krankheitshalber zurückziehen und ist 80jährig am 14. Mai 2011 gestorben. Weil Najem Wali nun das Projekt allein verwirklichen mußte, wurde er für den Herbst 2011 noch einmal für zwei Monate zu einem Arbeitsaufenthalt eingeladen.