Michael von Graffenried / Schweiz & Frankreich

Granted from July until October 2011

Vita

Der renommierte Fotograf wurde 1957 in Bern geboren, lebt und arbeitet aber schon seit über 20 Jahren in Paris. Er ist letztes Jahr mit dem Dr. Erich-Salomon-Preis ausgezeichnet worden, der höchste Preis, den die Deutsche Gesellschaft für Photographie jährlich für „vorbildliche Anwendung der Photographie in der Publizistik“ zu vergeben hat. Graffenried gilt als einer der eigenwilligsten Fotografen der Gegenwart und ist seit über 30 Jahren als konsequenter Grenzgänger des Mediums unterwegs. Seine Themenbreite ist außergewöhnlich vielfältig, die Grenzen zwischen Photojournalismus und Kunst verwischen sich in seinem Werk zusehends.

Als einer der Ersten publizierte er Langzeitprojekte medienübergreifend und mitunter auch im öffentlichen Raum. So waren für seine Arbeit Cocainelove verschiedene Motive über ein drogenabhängiges Paar als Plakate auf kommerziellen Werbeflächen in vielen schweizer Städten  zu sehen. Diese Aktion wurde als ein Manifest zur Erneuerung des Bildjournalismus wahrgenommen. Schon seine erste gro゚e Photoreportage „Nackt im Paradies“ war Langzeit über 10 Jahre angelegt und handelte von den „Lichtfreunden“, also den Naturisten am Neuenburgersee.  Eine heftige Kontroverse löste seine Arbeit „Our Town“ über die amerikanische Provinzstadt New Bern aus, quasi eine Schwesterstadt seines Geburtsortes und darüber hinaus von seinem Vorfahren Christoph von Graffenried 1710 gegründet. Die Exotik zuhause hat Graffenried ebenso im Fokus wie beispielsweise die schwierigen Kriegszustände in Algerien und im Sudan. Sowohl in der Publikation seiner Arbeit, als auch im Einsatz der photographischen Technik ist Graffenried Vorreiter auf neuen Wegen. Als erster Photograph setzte er eine Panoramakamera systematisch für Reportagen ein, wie z.B. bei den Fotos über den algerischen Bürgerkrieg.
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Michael von Graffenried / Schweiz & Frankreich
Photography

Michael von Graffenried war für die Reihe „Monacensia international“  2010 für zwei Monate nach München gekommen und begleitetete künstlerisch die 200jährige Jubiläumswiesn mit seinen fotografischen Impressionen. Im Jahr 2011 setzte er seine Arbeit für die Reihe Monacensia fort.