Gerhard Kubik / Österreich und Malawi

Granted from January until April 2011

Vita

Gerhard Kubik kam durch amerikanische Soldaten 1946 zum ersten Mal in Wien mit dem Jazz in Berührung, von dem er zeitlebens beeindruckt blieb. Seit 1954 begann Kubik öffentlich in verschiedenen Bands zu spielen, seit 1973 tritt er regelmäßig mit der Donald Kachamba's (Heritage) Kwela Band als Klarinettist und Gitarrist auf. 2008 wurde Kubik für seine umfassenden Forschungen zur afrikanischen Musik mit dem World Music Preis (Ehrenpreis der Jury) ausgezeichnet.
Kubik studierte an der Universität Wien zunächst Rechts- und Staatswissenschaften sowie Afrikanistik und unternahm - noch während seines Studiums - 1959 / 1960 seine erste Afrika-Reise, auf der er insbesondere mit der Hofmusik der  Baganda vertraut wurde. Nach weiteren Forschungsreisen promovierte er 1971 in Ethnologie über die Initiation von Jungen im Südosten von Angola; 1980 habilitierte er sich über Theory of African Music. Seit 1974 lehrt er an verschiedenen österreichischen, deutschen, afrikanischen und brasilianischen Universitäten. Auch heute noch ist Prof. Kubik in der Lehre tätig, so aktuell an den Universitäten in Wien und Klagenfurt. Seit 1995 ist er zudem Honorary Fellow of the Royal Anthropological Institute of Great Britain and Ireland.
Kubik hat seit 1959 zahlreiche Bücher und Aufsätze veröffentlicht, insbesondere zu Musik, Tanz, Kulturkontakte, Totemismus, oraler Tradition sowie zur Erziehung in Afrika und in den afrikanisch beeinflussten Kulturen der USA und Brasiliens. Seine wichtigsten Veröffentlichungen in deutscher Sprache, vor allem zu Themen aus der Ethnopsychoanalyse und Kulturanthropologie, sind im LIT-Verlag Münster bzw. im Trickster-Verlag München erschienen. Ganz frisch publiziert wurden soeben zwei Bände „Theory of African Music“ in der Chicago University Press.


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Gerhard Kubik / Österreich und Malawi
Music / Sound, Wissenschaften

Im Rahmen seines Aufenthalts in der Villa Waldberta half Gerhard Kubik zusammen mit Moya Malamusi beim Katalogisieren afrikanischer Musikinstrumente im Münchner Stadtmuseum / Sammlung Musik. Außerdem hielt er einige Vorträge zu verschiedenen Themen z.B. : „African Blues – Forschungen zur Musikethnologie und Ethnopsychoanalyse in Afrika“.
Während der 3 Monate in der Villa Waldberta gab Kubik mit  seiner vierköpfigen Kwela-Band Konzerte und Workshops.