Armando Lulaj / Albanien

Granted in January 2010

Vita

Der 1980 in Tirana geborene bildende Künstler besuchte zunächst die albanische nationale Kunstschule, zog 1997 nach New York, wo er bei einem Theater arbeitete und kam 1998 nach Italien. Von 1998-2001 studierte er an der Kunstakademie in Florenz, die ihn jedoch ausschloß, weil er ein kritisches Manifest veröffentlichte. Deshalb zog er nach Bologna, wo er sein Studium abschloß. 2004 war er Mitbegründer der Debatik-Center Filmproduktion in Tirana, die sich vor allem mit Dokumentarfilmen, Kurzfilmen und kulturellen Debatten beschäftigt.


Armando Lulaj ist ein Künstler, der sich mit seinen Arbeiten gerne in gesellschaftliche Diskurse einmischt. Durch die Vermittlung der albanischen Kuratorin Adela Demetja präsentiert er in der städtischen Kunsthalle lothringer13 ab 21. Januar 2010 einige seiner Videos unter dem Titel „Silent Social Corruption“, eine Art analytischer Prozess über Geschichte und heutige Gesellschaft. Er arbeitet mit allen möglichen Medien und läßt sich vor allem von der Leere, der Lücke inspirieren. So schreibt er momentan an einem Drehbuch zu einem Film, der den Zusammenbruch des Kommunismus, das Entstehen einer neuen Welt und die Ungewissheit der Zukunft thematisiert. Seine Werke waren bisher in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen nicht nur in Albanien und Italien, sondern auch in Griechenland, Schweden, New York, Mexiko und Neuseeland zu sehen. 2006 gewann er in einem internationalen Wettbewerb den Onufri-Preis der Nationalgalerie Tirana.


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Armando Lulaj / Albanien
Film / Video

Im Januar 2010 fand eine Ausstellung von ihm in der lothringer13 statt.