Thomas Cronen / Deutschland

Granted in October 2010

Vita

1983 in Neuss geboren, steht Thomas Cronen kurz vor dem Abschluß seines Medizinstudiums in Aachen. Der weitgereiste Mediziner – einen Teil seines praktischen Jahres verbrachte er in Indien – beschäftigt sich in seiner Doktorarbeit ungewöhnlicherweise mit einem eher literarischen bzw. medizinhistorischen Thema, nämlich mit Max Mohr (1891-1937) und dessen dreifache Identität als Jude, Arzt und Schriftsteller. Die Schnittstelle zwischen Medizin und Literatur hat den Wissenschaftler immer schon fasziniert und nachdem der Nachlaß von Max Mohr im Münchner Literaturarchiv Monacensia liegt und das den Wissenschaftler auch vorgeschlagen hat, wird Thomas Cronen seinen Aufenthalt in der Villa Waldberta vorwiegend für intensive Recherchen nutzen.

Zusammen mit seinem Doktorvater Florian Steger, der an der Münchner LMU den Lehrstuhl für Geschichte der Medizin vertritt, hat Cronen schon zwei Aufsätze über den in der Weimarer Zeit gefeierten, aber mittlerweile fast vergessenen Theaterschriftsteller Max Mohr veröffentlicht. Mohr lebte seit 1920 in Rottach-Egern am Tegernsee, hat aber vor allem in München seine ersten literarischen Erfolge gefeiert und ist mit nur 46 Jahren im Exil in Shanghai 1937 gestorben.


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