06.10.2017 bis 14.01.2018

Hisako Inoue

Die Bibliothek der Gerüche

Museum Villa Stuck

2016 war die japanische Künstlerin Hisako Inoue drei Monate lang im internationalen Künstlerhaus Villa Waldberta und hat damals Recherchen und Vorbereitungen für die nun stattfindende multisensorische Ausstellung unternommen, in der Gerüche antiquarischer Bücher im Mittelpunkt stehen. Es ist also eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Buch auf olfaktorischer Ebene, losgelöst von visuellen oder inhaltlichen Werten. Hisako Inoue lädt die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung zur Interaktion ein – erst ihre Teilhabe durch Riechen, Hören, Sehen und Tasten vervollständigt die Ausstellung. Gerüche werden ja im limbischen System aufgenommen und lösen deshalb häufig intensive Gefühle und Erinnerungen aus.

Hisako Inoue sieht sich in der Tradition der japanischen Duftzeremonie, eine weltweit einzigartige Form der Duftkultur, die unter dem Namen kōdō bekannt ist, was wörtlich übersetzt „Lauschen auf den Duft“ bedeutet. In Workshops wird sie ihre Geruchskunst als Kommunikationsmodell vorstellen, wenn individuelle Erinnerungen und Assoziationen bei den Besucherinnen und Besucher wachgerufen werden und sie miteinander ins Gespräch bringen. Eine erste Versuchsanordnung gab es schon letztes Jahr in München auf dem Anderart-Festival, als sie in ihrem Zelt eine „Schnüffelstation“ aufgebaut hatte, die den ganzen Tag über von interessierten Menschen umlagert war.

Museum Villa Stuck München

Die Ausstellung ist bis zum 14.01.2018 täglich (außer montags) von 11-18 Uhr geöffnet.

Villa Waldberta: Die Bibliothek der Gerüche

zurück